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Rehabilitation heute

"Rehabilitation geht vor Rente"; "Rehabilitation geht vor Pflege".

Plakativ beschreiben diese beiden Sätze die große sozialpolitische Bedeutung der Rehabilitation. Denn gesundheitliche Schäden verwehren den Betroffenen nicht nur die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, sondern führen unbehandelt auch zu hohen Folgekosten. 

Rehabilitation ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die die Wiedereingliederung eines Patienten in die Gesellschaft zum Ziel haben. Gemessen an der Jahrtausende alten Tradition der Akutmedizin ist die Rehabilitation ein junger medizinischer Zweig, aber aus dem modernen Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Denn der Preis für das Überleben vieler Menschen mit akuten Krankheitsbildern, das die moderne Medizin erst ermöglicht, sind bleibende Funktionseinschränkungen; neben Unfallschäden hat die Rehabilitation dabei heute vor allem die Folgen von Zivilisationskrankheiten und eines massiven demographischen Wandels zu bewältigen.

Ziele der Rehabilitation

Ziel jeder Rehabilitation ist die maximale Selbstständigkeit des einzelnen Patienten im Alltag, um so eine größtmögliche soziale Integration zu erreichen.

Dazu werden Funktionsstörungen, persönliche und soziale Ressourcen sowie die individuellen Bewältigungs-Strategien jedes Einzelnen erfasst; danach arbeitet das Rehabilitationsteam einen fachübergreifenden Rehabilitationsplan aus, welcher auf den einzelnen Patienten zugeschnitten ist und seiner ganz besonderen Lebenssituation Rechnung trägt.

Jeder Bereich der Rehabilitation wird von spezifischen Bedingungen geprägt. In der neurologischen Rehabilitation ist die besondere Situation zu berücksichtigen, dass die Verarbeitungswerkzeuge selbst von der Schädigung betroffen sind (z. B. bei Störungen der Sprache oder der emotionalen Steuerung), was die spezifischen Angebote der neurologischen Rehabilitation erklärt.

Es ist im Interesse der Patienten, dass Akut- und Rehabilitationsmedizin auf mehreren Ebenen eng verzahnt sind: organisatorisch, um eine effektive Rehakette zu bilden, kommunikativ, um den Informationsfluss zu sichern und Schnittstellenprobleme zu überwinden sowie im Austausch medizinischer und therapeutischer Konzepte, wie etwa der Behandlung von Patienten mit Akutereignissen. So wird von den akutmedizinischen Einrichtungen vermehrt rehabilitationsspezifisches Know-how angeboten (z. B. fachgerechte Lagerung und frühe Mobilisation). Die Kliniken des BDH sind als Rehabilitationseinrichtungen für akute Komplikationen sowie Verlaufsdokumentation diagnostisch und therapeutisch gerüstet.

Höchste Effizienz durch gemeinsames Entwickeln

Gemeinsam entwickeln wir durchgängige und dennoch flexible therapeutische Konzepte, die neurobiologische, psychosoziale und lerntheoretisch begründete Erkenntnisse integrieren.

Ähnlicher Entwicklungsbedarf besteht in der Effektivitäts- und Effizienzkontrolle. Dabei sind Verbesserungen, die von Messinstrumenten erfasst und in Summenscores ausgedrückt werden, nur Hilfskonstrukte, die den Kern der Rehabilitation nicht erfassen und nicht zu viel Zeit von der Arbeit am Patienten wegnehmen dürfen.

Denn im Zentrum unserer Arbeit steht der Mensch.

Moderne apparative Diagnostikzoom
Interdisziplinäre Patientenbesprechungzoom
Physiotherapiezoom
 
 
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