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Die Geschichte des BDH

Vom "Kriegerverein" zum modernen Selbsthilfeverband

Die Wurzeln des BDH reichen bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zurück. Unter den Millionen von Verwundeten dieses ersten mit modernen Massenvernichtungswaffen geführten Krieges waren auch viele Opfer mit Hirnverletzungen.

In München fanden sich am 18. Februar 1920 hirnverletzte Kriegsopfer aus dem Reservelazarett I zusammen, um den "Verein deutscher hirnverletzter Krieger in Bayern e.V." zu gründen. Wie aus der Satzung dieser ersten Hirnverletzten-Organisation in Deutschland hervorgeht, erstrebte der neugegründete Verein den "Zusammenschluss sämtlicher hirnverletzter Krieger im Reich zur Wahrung ihrer ideellen und wirtschaftlichen Interessen auf dem Gebiet der allgemeinen geistigen Schulung, der beruflichen Ausbildung, der Arbeitsbeschaffung und Siedlung, Vertretung bei Körperschaften, gegenüber Behörden und Gesetzgebung!"

Bund deutscher hirnverletzter Krieger e. V.

Weitere Vereine in anderen Ländern des Deutschen Reiches folgten, die sich 1927 in Frankfurt am Main zum "Bund deutscher hirnverletzter Krieger e. V." zusammenschlossen.

Innerhalb der Ideologie des Nationalsozialismus, wo auch neurologische Patienten das Diktum vom "lebensunwerten Leben" fürchten mussten, gab es keine Basis für eine breitere Selbsthilfearbeit von Hirnverletzten.

Am 16. Dezember 1945 wurde der "Bund hirnverletzter Kriegs- und Arbeitsopfer" in Bonn gegründet, um die Tradition der Selbsthilfeorganisation fortzusetzen und in eigenen Kliniken qualitativ hochwertige Rehabilitation anzubieten, die nicht an eigenwirtschaftlichen Gesichtspunkten orientiert ist.

In der Folge entstand ein bundesweites Netz aus Kliniken, Landes-, Kreis- und Ortsvereinen.

Der BDH - Eine moderne Selbsthilfeorganisation

1974 änderte der Verein seinen Namen in "Bund Deutscher Hirnbeschädigter (BDH)", seit der Bundestagung 1994 trug der Verein den Namen "BDH Bundesverband für Rehabilitation und Interessenvertretung Behinderter". Auf der Bundesdelegiertenversammlung 2008 in Rheda-Wiedenbrück erhielt der Verein seinen heutigen Namen: "BDH Bundesverband Rehabilitation".

Um seine langjährige Erfahrung allen Behinderten zukommen lassen, änderte der BDH seine Satzung. Aus dem einstigen "Kriegerverein" ist eine moderne, als gemeinnützig und mildtätig anerkannte Selbsthilfeorganisation geworden, die sich als "Zusammenschluss aller Behinderten, insbesondere der Hirnbeschädigten, Kriegsopfer, Wehrdienstbeschädigten, Arbeits- und Unfallverletzten, Querschnittsgelähmten, Hinterbliebenen und Sozialrentner" versteht.

Der BDH – Eine Erfolgsgeschichte

Die Wurzeln des BDH - Der Verein deutscher hirnverletzter Kriegerzoom
Der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker besucht das Rehabilitationszentrumzoom
Der damalige Minister für Arbeit und Sozialordnung, Norbert Blümzoom
Erwin Weißenberg 1921–2003, langjähriger Bundesvorsitzenderzoom
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BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0 • E-Mail schreiben